Geschichte
Home ] Impressum ] [ Geschichte ] Schweden-Boeller ] Termine ] Wettbewerb ] Jahresbericht ] Blitzlicht ] Gauschießen 2011 ]

 

 

Im 30 jährigen Krieg, im Jahre 1632 legten die schwedischen Reiter das Schloss, die Pantaleonskapelle, den herzoglichen Meierhof und andere Häuser in Schutt und Asche. Als sie vor dem Gerichtsgebäude, dem heutigen "Fischerwirt" standen, dachten sie wohl kaum daran, daß ein Schützenverein einmal den Namen "Schweden Schützen" tragen würde.

Gründungsbild (27162 Byte)Grüngungsscheibe (21157 Byte)Als sich beim ersten Kranzberger Schützenverein, den "Hubertus Schützen" eine "Flaute" ins Vereinsleben einschlich, beschlossen 21 junge Leute einen zweiten Schützenverein im Dorf ins Leben zu rufen. Die Gründungsversammlung fand im Oktober 1971 in der Schwedenreiterbar im Gasthof "Fischerwirt" statt. Dieses gemütliche Stüberl und dem Einfallsreichtums des 1.Schützenmeisters Christian Goller hat der Verein seinen Namen- "Schweden Schützen" zu verdanken. Die beiden großen Werke des Kunstmalers Goller, ein rießiges Bild mit der 1. Vorstandschaft des Vereins sowie das Vereinswappen (ein schwedischer Soldat vor der brennenden Burg Kranzbergs) hängen heute noch im Schützenstüberl und im Vereinslokal im Sportheim.

Im gleichen Jahr fing man mit den sportlichen Aktivitäten auf vier Schießständen in der Schwedenreiterbar an. Die Vereinsmitglieder Franz Schulz und der Geschäftsmann Fritz Hinner erwiesen sich als große Sponsoren (Königskette, Vereinskette, usw.).

Vereinfahne (20759 Byte)Die Fahnenweihe im Mai 1974 war ein großes Fest. Die Fahnenmutter Josefine Brand zierte mit 13 jungen Mädchen das Ereignis, zu dem 75 Vereine und ca. 5000 Zuschauer kamen.Der Brauch wurde von dem ersten Schützenmeister Christian Goller erklärt: Schon im Altertum hatte jeder Stamm sein Panier. Bei den Römern diente das Vexillum, ein Tuch an einer Querstange, als Feldzeichen, und unter dem Banner marschierten die Landsknechte. Aus jenem Banner entwickelte sich in der Neuzeit Wimpel und Fahnen unserer Tage. Die alte Tradition besteht weiterhin. Den heutigen Vereinen ist es übertragen, die Pflege alten Brauchtums und dessen Weiterleben zu fördern. Im Oktober fanden sich acht Damen, die den bis dahin nur aus Männer bestehenden Verein, den sportlichen Kampf ansagten. Kurz darauf nahm Herr Goller Abschied vom Ort. Seitdem ist Josef Ostermeier , unser "Tschagg", erster Schützenmeister.

Der damalige Jugendleiter Peter Brand errang 1975 mit seiner Mannschaft die Gaumeisterschaft. Eine Mädchenmannschaft wurde gebildet. Man erwarb Gewehre und Pistole. Der Schießstand wurde auf acht Stände erweitert.

1976 folgte die Eintragung ins Vereinsregister und trägt seitdem das "e.V." in seinem Namen.

Dann folgte eine schwere Zeit: der Verein wurde heimatlos. In den kommenden Jahren fand man "Unterschlupf" in Thalhausen und Hohenbercha. Die Erfolge des jungen Vereins blieben trotzdem nicht aus: 1978 wurde Gerti Brand Gaujugend - Vizekönigin, 1979 Reinhard Frank sogar Gaujugend - König, ein Jahr später Robert Lang Gaujugend - Vizekönig im Gau Freising.

Als 1978 der Bau der neuen Amperbrücke im Ort abgeschlossen war, kam man auf die Idee eine kleines Fest auf der Brücke zu feiern. Und wie es kommen mußte, wurde aus dieser kleinen Feier, eine große und so hatte man das 1. Bürgerfest in Kranzberg abgehalten.

Bei den Faschingsumzügen in den 70´er Jahren war der Verein immer und mit großem Aufgebot vertreten. Man scheute weder Kosten noch Mühen neue Ideen und mächtig Wagen in das bunte Treiben einzubringen.

Anfang der 80´er Jahre bildete man mit den Laienspielern eine Arbeitsgemeinschaft und hielt von nun an, die Sonnwendfeier am Pantaleonsberg.

Schützenstüberl (20543 Byte)Im Jahr 1984 ging man zum Bürgermeister und bat um Einlaß ins erweiterte Sportheim Kranzberg. Erkundigungen beim "Bayrischen Sportschützen Bund" und beim Finanzamt Landshut wurden eingeholt, ein Finanzplan erstellt und schließlich, in eigener Regie, das Obergeschoß des Sportheims ausgebaut. Seitdem sind acht Luftgewehrstände, ein Pistolen- sowie ein Armbruststand vorhanden.




Olympia 1996 (20238 Byte)Die prominentesten Mitglieder sind Petra und Ralf Horneber. Ralf war einer der besten Schützen im Lande, danach wurde er Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft und seit einigen Jahren ist er Direktor des Süddeutschen Sportschützenbundes. Petra wurde dreimal Welt- und einmal Europameisterin bis sie sich 1996 bei den olympischen Spielen in Atlanta die Silbermedaille mit dem Luftgewehr erkämpfte. Zu Ihren Auszeichnungen gehört auch der Weltmeistertitel im Dreistellungskampf.




Zum 25jährigen Jubiläum wurde 1996 ein kleines Fest gefeiert. Nach dem Gottesdienst und der Totenehrung zog ein kleiner Kirchenzug zum Feuerwehrhaus. Dort wurde dann richtig gefeiert: die 21 Gründungsmitglieder als auch Gönner wurden geehrt und ausgezeichnet.
108 Schützen beteiligten sich am Jubiläumsschießen und jeder Schütze erhielt einen Preis.
Der Verein besteht mittlerweile aus 227 Mitglieder und verfügt über modernste Geräte zur Ausübung des Sportschießens.

1998 holte sich dann Petra Horneber den Weltmeistertitel im Kleinkaliberschießen mit der Mannschaft und wurde Deutsche Meisterin im Kleinkaliber Einzel stehend und liegend.Von 1999 bis 2002 wurde Petra jedes Jahr mit der Mannschaft Europameister im Luftgewehr.

Am 27.10.2001 wurde im kleinen Rahmen unser 30jähriges Vereinsjubiläum gefeiert. Nach einem Gottesdienst in der Kranzberger Kirche und einer Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder ging es in einem kleinen Festumzug zur anschließenden Feier ins Sportheim. Dort waren alle Vereinsmitglieder mit Familie sowie Freunde eingeladen.
Schützenmeister Josef Ostermeier sen., ließ in einer sehr schönen und bewegenden Rede einen Rückblick auf 30 Jahre Vereinsgeschichte.
In diesem feierlichen Rahmen wurden die Gründungsmitglieder sowie die Mitglieder der „ersten Stunde“ für 30 Jahre Mitgliedschaft sowie treue Dienste um den Verein geehrt.
Das waren: Brand Peter sen., Eigelsperger Rudolf, Enghofer Josef, Eppelsheimer Rudolf, Frey Guido, Goller Christian, Kohlmaier Erich sen., Kohlmaier Johann, Weber Franz, Muttenhammer Gerda, Muttehammer Johann, Nöhmeier Otto, Ostemeier Hermann, Ostermeier Josef jun., Ostermeier Josef sen., Reichelt Herbert und Wolf Hans.
Und eine ganz besondere Auszeichnung wurde dem Schützenmeister Josef Ostermeier sen., verliehen. Er wurde zum „Ehrenschützenmeister“ ernannt, als Anerkennung für seine 25jährige Tätigkeit als Schützenmeister. Alle Anwesenden Gäste gratulierten ihm mit einem tosenden „Dauer-Applaus“ und freuten sich mit ihm auch über das geschenkte Spanferkel. Zum Ausklang unseres Jubiläums zeigte Johann Muttenhammer aus seinem Archiv zwei alte Filme, die bei früheren Festlichkeiten der Schweden-Schützen aufgenommen wurden.

Seit 19.07.2002 gibt es bei den Schweden-Schützen, neben dem Schützenkönig, auch einen Schützen-Kaiser. Erstmals wurde im Juli 2002 zum Kaiserschießen geladen. Hier treten alles bisherigen Schützenkönige gegeneinander an. Geschossen wird mit zwei alten Vereinsgewehren und ohne besondere Schießausrüstung. Den ersten Kaisertitel des Vereins sicherte sich  Hans Wildgruber (vor Klaus Kohlmaier und Peter Brand jun.).

Dann kam die Weltmeisterschaft im Schießen 2002 in Lathi/Finnland und wir hatten, Dank Petra Horneber, wieder was zu feiern. Petra holte sich die Goldmedaille im Dreistellungskampf mit dem Kleinkaliber, die Silbermedaille mit der Mannschaft (Dreistellung und Kleinkaliber) und Bronze mit der Mannschaft (Kleinkaliber liegend).

Am 10.07.2002 wurde Petra Horneber von einer Abordnung der Schweden-Schützen sowie dem Schützengau Freising am Münchner Flughafen empfangen. Die Ehrungsfeier fand am 02.08.2002 im Sportheim statt. Zu den Gratulanten gehörten neben den Schweden-Schützen auch die Gemeinde Kranzberg, vertreten durch 1. Bürgermeister Robert Scholz, sowie der Schützengau Freising. Für die musikalische Unterhaltung auf der Ehrungsfeier, zu der die ganze Bevölkerung eingeladen war, sorgte die „Ampertaler Blechmusik“.

Dann richteten wir am 31.05.2003 erstmals, mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Kranzberg, das Bürgerfest aus. Herr Bürgermeister Robert Scholz sowie Schützenmeister Ferdinand Rottenfußer eröffneten das Bürgerfest. Die „Musikkappelle Allershausen“ sorgte für die Musikalische Unterhaltung. Auch wenn das Wetter nicht ganz mitspielte, ließ sich keiner die gute Stimmung verderben und es wurde ein gelungenes Fest, so dass sich die Anstrengungen und die viele Arbeit auch lohnten.

Zweiter Kaiser der Schweden-Schützen wurde am 25.07.2003 dann Franz Spitzweck.

Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Kranzberg wurde für den 01. Mai 2004 ein neuer Maibaum hergerichtet und nach alter Tradition, und mit Unterstützung der anwesenden Gäste, per Hand aufgestellt. Auf der dazugehörigen Maifeier, die im Feuerwehrhaus stattfand, führten dann die Schweden-Schützen noch den extra einstudierten Bandltanz auf. Bei dem, von der SZ und dem Hofbräuhaus Freising, ausgerichteten Maibaumwettbewerb sicherten wir uns schließlich auch noch den ersten Platz. Bei diesem Wettbewerb wurden alle angemeldeten Maibäume, deren Taferl, die Sprüche sowie die Standorte bewertet. Die, vom Hofbräuhaus Freising, für den Gewinner gestifteten 150 Liter Bier haben wir uns beim Helferessen schmecken lassen.

Das Sprücherl auf unserem Baum lautete:

Der Maibaum eines schönen Dorfes Zier,
wie viele ihn bestaunen hier.
Er ist eine wahre Pracht,
Feuerwehr und Schwedenschützen haben ihn gemacht.

 

Franz Spitzweck konnte am 23.07.2004 seinen Titel verteidigen und blieb Schweden-Kaiser.

Am 28.08.2004 wurde erstmals der Sommerbiathlon der Schweden-Schützen ausgetragen. Nur ganz vorsichtig meldeten sich fünf Teams zu diesem Wettkampf an. Was sich in den folgenden Jahren (der Biathlon wurde seit dem jedes Jahr veranstaltet) ändern sollte, dann bis zum Jahre 2006 melden sich dann pro Jahr bis zu zehn Teams an. Auch immer mehr Zuschauer und Fans fanden sich ein, denn spannend wurde es garantiert immer. Und so läuft unser Biathlon ab: Die Mannschaften bestehen aus je zwei Teilnehmern, wobei der zweite Teilnehmer erst dann startet, wenn der erste Teilnehmer seine Durchgänge vollständig absolviert hat. Insgesamt werden drei Kilometer gelaufen, wobei nach dem ersten und zweiten Kilometer je 5 Schuß auf Klappscheiben abzugeben waren. Für jeden Fehlschuß muss eine Strafrunde zu 100 Meter gelaufen werden. Im anschließenden Sommerfest, zu dem alle Biathleten, Gäste und Fans eingeladen sind, finden dann die Siegerehrungen statt.

Jedes Jahr sind die Schweden-Schützen am ersten Adventsonntag auch auf dem Kranzberger Christkindlmarkt mit einem Stand für Waffeln und Crepes vertreten. Hier sind hauptsächlich die Schweden-Damen aktiv, sie kümmern sich um die Einkäufe, die Teigvorbereitung, die Zubereitung im Stand sowie den Verkauf am Christkindlmarkt. Zum Auf- und Abbauen des Christkindlmarktstandes helfen dann die Schweden-Männer wieder mit. Und seit 2005 kann man sich am Christkindlmarkt auch warme Liköre an der Schweden-Bar schmecken lassen.

Die „Schweden-Böller“, die Böllergruppe der Schweden-Schützen, nahmen am 07.06.2005 am Landkreisböllertreffen teil, was in 2005 am Kranzberger Sportplatz stattfand. Hierzu trafen sich insgesamt ca. 60 – 70 Böllerschützen mit ihren Schießmeistern. Es war ein tolles und lautstarkes Erlebnis, was sich auch viele Zuschauer nicht entgehen lassen wollten.

Der Schützen-Kaiser 2005 (17.05.05) wurde unser Schützenmeister, Ferdinand Rottenfußer, der den zweifachen Kaiser Franz Spitzweck entthronen konnte.

Wohl einer der spannendsten Vergleichskämpfe in der Geschichte der Schweden-Schützen wer der am 07.10.2005 gegen „Germania Prittlbach“, dem Vizemeister der Bundesliga 2004/2005. Der Verein, in dem Petra Horneber ebenso Mitglied ist wie bei uns.

Mit je 26 Schützen traten die beiden Vereine im Schießstand in Prittlbach gegeneinander an, wobei je die besten 20 Schützen mit ihren Ring- und Teilerergebnissen gewertet wurden. Da sich Petra Horneber nicht entscheiden konnte, für welchen Verein sie starten sollte, ist sie kurzerhand für beide Vereine angetreten. Unverhofft haben wir dieses Vergleichskampf mit 4176:4017 Punkten gewonnen. Logisch, dass da anschließend noch in Prittlbach gefeiert wurde.

In der Gaumeisterschaft am 11.03.2006 konnten sich gleich zwei unserer Schützendamen in die vorderen Plätzen schießen. Evi Reiser gewann die Gaumeisterschaft mit 388 + 100,3 Ringen und Rita Prüger wurde 6. mit 380 + 96,8 Ringen.

Hans Wildgruber hat sich am 07.07.2006 den Kaiser-Titel (er war der erste Kaiser bei den Schweden-Schützen) wieder zurückgeholt.

Nach „mehrjähriger“ Biathlonerfahrung haben sich zwei Mannschaften der Schweden-Schützen zum 1. Oberappersdorfer Sommerbiathlon am 22.07.06 angemeldet. Die Jugendmannschaft mit Rottenfußer Christoph, Markus und Thomas wurde 2. (von 6 Mannschaften) und die Erwachsenenmannschaft belegte mit Rita Prüger, Herbert Jositz und Markus Koch den 5. Platz (von 10 Mannschaften).

September 2006: Evi Reiser gewann die Bayerische Meisterschaft und wurde 3. bei der Deutschen Meisterschaft im Vorderladerschießen in Moosburg. Schützenmeister Ferdinand Rottenfußer gratulierte Evi zu der tollen Leistung in der Generalversammlung am 15.09.06.

Oktober 2006: Fußballspiel Schweden-Schützen gegen Laienspielgruppe Kranzberg (Bericht als PDF File)

So viel zu unserer wenn auch noch jungen, dennoch durchaus ereignisreichen und auch erfolgreichen Vereinsgeschichte.

Hier noch die Schützenkönige von 1971 bis jetzt als Schuetzenkoenige_2009.pdf Datei !

zum Seitenanfang

Überarbeitet am Samstag, 26. Juni 2010 von Dieter Schulz