Kritik an „Lippenbekenntnissen“
Für den Elternbeirat wird der Neubau nicht engagiert
genug vorangetrieben
| Von Sabina Dannoura | zurück |
| Kranzberg – Das Interview, das die Freisinger SZ mit den
Kranzberger Bürgermeisterkandidaten Robert Scholz (FWG) und Michael
Kopp (KrGL) geführt hat, ruft den Elternbeirat der Grundschule auf
den Plan: Vorsitzender Martin Hohenester kommentiert enttäuscht, dass
sich nur „verhalten“ zum Neubau der Schule geäußert habe.
Scholz, so resümiert Hohenester in einer Presseerklärung, erachte die Gründe für die Entscheidung als unklar, spreche von einem möglichen Bürgerbegehren und wolle die geplante Linie bestätigt haben mit einer Bürgerversammlung und einem weiteren Grundsatzbeschluss durch den neuen Gemeinderat. Hohenester interpretiert diese Aussagen derart, dass der noch amtierende Gemeinderat auf einer unklaren Basis entschieden habe, - „obwohl er sich den Beschluss nach einer monatelangen Diskussion inklusive öffentlicher Präsentation aller notwendiger Zahlen geradezu abgerungen hat“. Hohenester fragt sich nun, wo die Kritiker und Bedenkenträger bei all diesen Versammlungen und Sitzungen gewesen seien. „Und wohin ist die örtliche CSU abgetaucht, die sich bis zum 3. März als ´Pro-Neubau-Partei´ verkauft und geoutet hat, sich seitdem aber in lautstarkes Schweigen hüllt?“. Der Elternvertreter plädiert dafür, den Zeitfaktor nicht außer Acht zu lassen. Jetzt bereits würden die „Bemühungen für die Fortführung des Projekts bedenklich lahmen“, schreibt er, und manche Ankündigungen, das Projekt voranzutreiben, seien „als Lippenbekenntnis zu werten.“ Würde erneut diskutiert, befürchtet Hohenester, dass der Zeitplan zusammenbricht. Als Fertigstellungstermin war Herbst 2004 angepeilt. Das von Scholz angekündigte Vorgehen klingt für den Vater „stark nach der bekannten Politik des Handelns bei voll angezogener Handbremse“. Auszubaden hätten dies hauptsächlich die Kranzberger Kinder, die zwar „unsere Zukunft sind, doch kosten darf die Zukunft nichts“. sda |
erstellt WJ 19.3.2002