Arbeitsgruppe
"Schule und Sporthalle für die Gemeinde Kranzberg"
Protokoll:
| Protokoll vom Mittwoch 20. März 2002
Tagungsort: Sitzungssaal des Rathauses Beginn: 19:30 Uhr Ende: 21:00 Uhr |
Teilnehmer:
Gemeinderäte: Alfons Berger (Sitzungsleiter), Georg Neumair, Uschi Rösler, Josef Wildgruber Schule: Rektor Hans Katzenbogner Musikschule: Elternbeirat: Martin Hohenester Sportverein: Roswitha Schnitzler Bürger: Christine Hauser, Angelika Hierl, Richard Roos, Andreas Adldinger, Robert Scholz Gäste: |
Das Thema der Diskussion war das Raumprogramm
Das ursprüngliche Thema: Zuwegung zur neuen Schule wurde nur kurz
angesprochen. Dabei wurde festgestellt, daß der Gehweg an der Kreisstraße
im unteren Dorf ortsauswärts rechts zum Teil sehr schmal ist. Ein
bereits von der südlichen Ringstraße Richtung See verlaufender
Wald- und Wiesenweg führt bis auf ca. 100 Meter zum voraussichtlichen
Schulgelände. Der auf Privatgelände liegende Zwischenabschnitt
ist jetzt ein Trampelpfad.
Der Schulweg vom oberen Dorf könnte über das Sportgelände
zum Fischanger auf den ortsauswärts an der linken Straßenseite
bestehenden Fußweg bis zur Seestraße laufen. An dieser relativ
übersichtlichen Stelle könnte eine Überquerungshilfe angebracht
werden.
Zum Thema Raumprogramm hat Herr Katzenbogner seine
Hausaufgabe die er in Zusammenarbeit mit Frau Schlagintweit erarbeitet
hat, schriftlich vorgestellt. Das Raumprogramm wurde von ihm zukunftsorientiert
nach des Aspekten: pädagogische Begründung, Gesundheit, Medien,
Erwachsenenbildung und Freizeitwert erstellt. Im Gespräch sei neuerdings
auch ein Gesetz, daß behinderte Kinder in Normalschulen aufgenommen
werden müssen. Auch die Ganztagsbetreuung bis 17:00 Uhr wird bald
kommen. Die auf der Grafik mit einem Punkt versehenen Räume würden
auch von der Musikschule genutzt werden. Somit fiele für die Musikschule
nur ein schallgeschütztes Schlagzeugzimmer zur seperaten Nutzung an.
Die qm-Zahlen der Regierung sind nicht pädagogisch und auch nicht
zukunftsweisend, sondern auf finanziellen Sparkurs ausgerichtet. Herr Hohenester
sah den Streitpunkt der Bürgermeisterkandidaten nur in der Vorgehensweise
zum Thema Schule. Es gibt den Gemeinderatsbeschluß: Neubau Schule/Halle;
die Presse lieferte auch die Zahlen für interessierte Leser. Nur glaubt
er, daß bei den Leuten nicht angekommen ist, daß ein Zuschuß
in jedem Fall nur für 2 Klassenzimmer gewährt wird. Seine
Frage an Herrn Scholz: Wenn eine von H. Scholz einberufene Bürgerversammlung
stattfindet, wobei erfahrungsgemäß wenige Interessierte kommen,
gibt es als Ergebnis nur „Ja oder Nein zum Neubau“. Wenn die Bürger
„Nein“ sagen, was macht die Gemeinde dann, wie geht es weiter? Das Ziel
von Herrn Scholz ist Offenheit, deshalb eine Bürgerversammlung. Eine
zeitliche Verzögerung bringt diese Versammlung seiner Meinung nach
nicht. Jedoch gibt es danach keinen triftigen Grund für ein Bürgerbegehren.
Er möchte sein Wahlversprechen wahr machen und auch Kritiker zu Wort
kommen lassen. Der Beschluß würde dadurch aber vermutlich nicht
geändert werden müssen. Auch einer Kontrolle des Kommunalen Prüfungsverbandes
würde diese Vorgehensweise standhalten.
Herr Berger meinte, daß die Möglichkeit zur Information
gegeben war. Auch Herr Hohenester fand, daß die Zahlen und Vorschläge
öffentlich in den Gemeinderatssitzungen und in der Presse bekanntgegeben
wurden.
Nach Herrn Scholz müsste bei der Versammlung ein Finanzierungsplan
mit einer Prognose für die zukünftige Belastung vorgestellt werden.
Er ist aber der Meinung, daß trotz hohem Darlehen die pro Kopf Verschuldung
niedriger als bei den Spitzenreitern sein wird. Er sieht noch viele Argumente
gegen eine Sanierung der alten Schule: z. B. die Beeinträchtigung
des Schulbetriebes, da die Arbeiten nicht nur während der Ferien laufen
können, auch die finanziellen Aspekte bei Neubau oder Anbau sind gegenüberzustellen.
Das vorhandene Eternit müßte bei den notwendigen Wärmeschutzmaßnahmen
entfernt und dürfte nicht wieder verwendet werden.
Nach intensiver Hinterfragung des „Warum“ für eine Bürgerversammlung,
kam man zu der Auffassung, daß eine Versammlung gleich zu Beginn
der Amtszeit von Herrn Scholz mit einer gut vorbereiteten und plausibel
dargelegten Argumentation, mit baulicher und finanzieller Darstellung,
den Zeitplan nicht verzögern wird. Zumal können alle weiteren
notwendigen Schritte parallel vollzogen werden, versprach Herr Scholz.
Herr Katzenbogner fand, daß dieser Arbeitskreis sich jetzt, mangels
Fachwissen, nur noch im Kreis drehen kann. Jetzt muß ein Fachbüro
einsteigen, das große Erfahrung mit Schul- und Sporthallenbau hat.
Die anwesenden Gemeinderäte erwarteten Aufklärung und Hilfe beim
VOF Verfahren und der finanziell günstigsten weiteren Vorgehensweise
zu:
Schule und Turnhalle gleichzeitig – Träger Gemeinde
Schule – Träger Gemeinde, Sporthalle – Träger Sportverein,
(siehe Protokoll vom 16. Januar 2002)
Schule – Träger Gemeinde, Sporthalle GdbR aus Gemeinde, Sportverein
und evtl. Investor.