Arbeitsgruppe
"Schule und Sporthalle für die Gemeinde Kranzberg"
Protokoll:
| Protokoll vom 6. Februar 2002
Tagungsort: Sitzungssaal Beginn: 19.30 Uhr Ende: 21.30 Uhr |
Teilnehmer:
Gemeinderäte: Josef Wildgruber, Uschi Rösler, Johanna Haslbeck, Georg Sellmair, Georg Neumair, Michael Kopp, Alfons Berger (Sitzungsleiter) Schule: Rektor Hans Katzenbogner, Christine Wagner Musikschule: Karin Schlagintweit Elternbeirat: Martin Hohenester Sportverein: Roswitha Schnitzler Bürger: Andreas Adldinger, Angelika Hierl, Georg Kißlinger, Robert Scholz Gäste: |
Das Thema der Diskussion war das Raumprogramm der Schule und der Musikschule.
Herr Berger wollte die Meinung der Teilnehmer des Arbeitskreises zur
Entwicklung der Kinderzahlen hören. Nach Frau Staatsministerin Stewens
gehe die Geburtenrate künftig weit zurück. Man habe aber den
Eindruck, daß in Kranzberg viele Familien mit 2 – 4 Kindern leben.
Kranzberg sei wegen der hohen Wohnqualität ein von Familien mit Kindern
bevorzugtes Wohngebiet, meinte Frau Hierl. Auch die Aussage, daß
die Flughafengegend immer expandieren würde, blieb unbestritten. Herr
Wildgruber warf ein, daß viele Bürger nicht verstehen würden,
warum eine neue Schule notwendig sei. Dafür sei mangelnde Aufklärung
beim Bürger verantwortlich.
Als Fazit stellten aber alle anwesenden Gemeinderäte klar, daß
die Entscheidung für eine neue Schule richtig war.
Herr Katzenbogner meinte, daß auch nach 2 jähriger Diskussion
ein Teil der Bevölkerung für und ein Teil gegen einen Neubau
sei. Aber die Folge der PISA Studie müsse sein, die Klassenstärke
erheblich zu reduzieren. Lt. Frau Hohlmeier trage jedes Kind seinen eigenen
Förderrucksack. Trotzdem spare die Regierung an Familien, Kindern
und Lehrern. Die Tendenz gehe zur Einschulung von 5 Jährigen.
Auf einer Folie stellte Herr Katzenbogner das von der Regierung vorgegebene
Raumprogramm, sprich Raumgrößen, Klassenzimmer mit 58 m²
vor. Ein Klassenzimmer müsse aber 70 m² haben, um Computer und
Sonderecken für Förderung und Lernspiele unterzubringen. Auch
alle anderen von der Regierung vorgegebenen Räume sind knapp bemessen.
Zusatzwünsche für die Zukunft wären ein Ethikraum mit
40 m², ein Medienraum, mehrere Lagerräume für Lehrerutensilien
und Schulfestutensilien, ein Handarbeitsraum mit 50 m², ein Elternsprechzimmer
mit 24 m² und mittig zwischen zwei Klassenzimmern einen Gruppenraum
mit 24 m².
Zur Mittagsbetreuung wären zwei Räume mit je 60 m² und
eine Küche notwendig.
In der Nachmittagsbetreuung müsse radikal umgedacht werden.
Eine alleinerziehende Mutter habe schon einen Gastschulantrag in Allershausen
gestellt, mit der Begründung, daß dort bereits ein Hort eingerichtet
ist.
In einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Sportverein könne „Sport
nach 1“ angeboten werden.
Für eine Mehrfachnutzung, z. B. Erwachsenenbildung, wäre
bei einem Teil der Räume ein zusätzlicher Zugang von außen
sinnvoll.
Moderne Bildung erfordert individuelle Förderung, die in dieser
Schule nicht möglich ist. Die Gesellschaft ist aufgefordert für
die Kinder etwas für die Freizeit zu machen, referiert der Schulleiter.
Einen Jugendtreff auf dem Schulgelände zu integrieren bringt erfahrungsgemäß
Probleme, obwohl durch Aufschüttung auch auf Grundwasser gefährdetem
Gelände eine Teilunterkellerung möglich ist.
Sport und Außenanlagen sollten eine Dreifachturnhalle, einen
Pausenhof, einen Schulgarten und einen Unterrichtsraum im Freien bieten.
Den Raumbedarf der Musikschule stellte Frau Schlagintweit vor.
Die ca. 200 Kindern, die die Musikschule momentan besuchen, wechseln
nicht nach ein paar Jahren die Schule, sondern bleiben ca. 10 Jahre. Räume
in verschiedenen Größen für Früherziehung, Ensembles
oder Gruppenunterricht wären wünschenswert. Wegen der Akustik
wären für Blasinstrumente 4 kleinere Zimmer, die keine Klassenzimmer
sind, gut geeignet. In Planung ist ein sog. Musikgarten am Vormittag, worunter
ein Treffen von Müttern und Kindern zu verstehen ist. Da die Musikschule
im Jahresverlauf ca. 20 Musikaufführungen mit verschieden großer
Teilnehmer- und Zuschauerzahl hat, wäre eine Aula deren Größe
durch Faltwände verändert werden kann, schön. Eine installierte
Beleuchtungsanlage und Zugang zu der Küchenzeile der Mittagsbetreuung
wäre wegen der gesellschaftlichen Verpflichtung während der Konzerte
ideal. Zusätzlich ein großer Musikraum mit Spiegel (auch der
Sportverein wünscht sich einen Gymnastikraum mit Spiegel) und eine
Notenbibliothek, kombiniert mit einem Büro, stehen auf der Wunschliste
von Frau Schlagintweit.
Am Donnerstag 07.02.2002 werden Herr Schulleiter Katzenbogner und Frau Schlagintweit einen Plan erarbeiten um alle Raumwünsche mit möglichst vielfacher Nutzung unter einen Hut zu bringen.
Auf Nachfrage von Herrn Hohenester wurde bestätigt, daß die vom Ausschuß gesammelten Argumente dem gesamten Gemeinderat vorgelegt werden und zur Entscheidungsfindung beitragen.
Festgestellt wurde, daß der Architekt, der den Auftrag bekommt, Vorschläge und Skizzen zur Situierung von Schule und Turnhalle machen soll.
Das Thema der nächsten Arbeitskreissitzung: Der Schulweg und die Aussenanbindung an den Kranzberger See.
Termin: Mittwoch 20.03.2002 um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.
Protokollführerin: Roswitha Schnitzler